What’s up / Lasst uns doch mehr die Stimmungen der Menschen sehen
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Juni 2016

„Lasst uns doch mehr die Stimmungen der Menschen sehen, verstehen, berücksichtigen
und durch Liebe zum Detail zu mehr Wertschätzung kommen.“

Der Brexit ist da. Das Resultat komplexer Stimmungsstrukturen in „Great Britain“. Negativzinsen auf 10jährige Bundesanleihen. Man denkt, Geld ist auch nicht mehr das, was es mal war, ein Maßstab für Wertebildung.

„Billiges Geld macht dumm“, sagt Jürgen Heraeus und meint damit die schreckliche Wirkung von falscher Verfügbarkeit von Allem und Nichts.

Sich populär machender, elitärer Pessimismus entwickelte seine Macht aus zunehmend knappen Ressourcen unserer totalen Media-Gesellschaft. Nämlich – Aufmerksamkeit um jeden Preis.

„Digitale Transformation“ bedeutet lt. Manfred Spitzer auch „die Gefahr der totalen Verblödung“. Und man kann ergänzen, „je freier die Menschen sind, desto mehr versklavt sie die öffentliche Meinung“ (Alexis de Tocqueville). Aus dieser willkürlich scheinenden Zusammenstellung von veröffentlichten Puzzle-Teilen der Berichterstattung der letzten Wochen leiten viele Kommentatoren ab, „ein-weiter-so-geht-nicht -mehr“.

Die Vielzahl solcher Meldungen – öffentlich vorgetragen – zerstört ganz langsam das Vertrauen in die Welt, die sich eitel am Abgrund einrichtet.

Es gibt aber auch andere Stimmungsstrukturen und Strömungen.

„Ideen, Zuversicht, konstruktive Dialoge, Differenzierung, Neugierde, Kreativität, edles Sein“ – jawohl, Mathias Horx, Sie haben Recht.

Relevante Sehnsüchte, Träume und warengruppenrelevante Bedeutungen verändern mehr, als vielen „elitären“ Pessimisten lieb ist.

„Relevant phantasies“ und deren Erfüllung treiben Menschen, Unternehmen und deren Organisatoren. Wer es schafft, die Seele seines Warenangebotes, seines Unternehmens zu erkennen, zu beschreiben und in empathische Bild/Wort/Musik-Stimmungen umzusetzen, und Kräfte durch koordinierte, gemeinsame Wahrnehmung freizusetzen, wird begeisterte „follower“ nach sich ziehen.

Wir haben zu unserer großen Verblüffung, aber auch vorausahnender Sicherheit, die positiven Nebenwirkungen von klug formuliertem und gestaltetem Optimismus und Überzeugung bei den Arbeiten für unsere Kunden feststellen können.

Stationärer Modehandel, Supermärkte, System Fertighäuser, Milchprodukte – quer durch den Garten unserer Klienten.

Lösungen orientieren sich nicht nur an den gängigen buzzwords der Themen wie „online - offline“, „content-getrieben oder nicht“, „multi-channel oder omni-channel“ , sondern sie orientieren sich an den Beobachtungen der Menschen und deren Sehnsucht nach wirklich „berührenden“ Geschichten.

Immer dann, wenn man bereit war, aus der Enge des „nur-alles-richtig-zu-machende“ auszubrechen, und man einen neuen aufmerksamkeitsschaffenden, wertschöpfenden Blickwinkel zeigt, entstanden schnell messbare Mehrwerte, – Steigerung der Marktanteile, Steigerung der Käuferreichweite etc.

Also, durchaus merkantile Ziele zeigen plötzlich konkrete, tatsächliche Wirkung.

Erfolg ist demnach die Konsequenz des richtigen Handelns.

In einer Welt, in der scheinbar alles immer komplizierter und aufgeregter zu sein scheint, empfiehlt es sich, die Stimmungen der Zielgruppen und ihre Verfassungen aufzunehmen und mit einem Gestaltungs- und Überzeugungsangebot zu erreichen, das ihnen Mut macht, sich nicht seelisch zu isolieren.

Das ist gut für die Stimmung im Lande und gut für die Umsätze und Wertschöpfung.

Wie Michael Mauer, Porsche Design-Chef sagt, „bei liebevoller Gestaltung aller Details in relevantem, markentechnischem Sinne, wird Design zum Innovationsbeschleuniger, weil die notwendigen Veränderungen und Anpassungen an neue Realitäten den Unterschied in der Wertschöpfung definieren“.

Recht hat er.

In diesem Sinne

Peter Maeschig

Düsseldorf, 27. Juni 2016